Die Sensation im Visier - Melzer strotzt vor Selbstvertrauen
Jürgen Melzer bestreitet sein Achtelfinalspiel bei den US Open in New York gegen Superstar Roger Federer. Gelingt dem ÖTV-Ass wirklich die Sensation des Jahres, kann er den Superstar knacken?

Foto © APA/GEPA Montage KLZ DIGITALDas Duell im Achtelfinale
Nach einem überzeugenden 7:5, 6:3, 6:1-Erfolg gegen Juan Carlos Ferrero steht Jürgen Melzer im Achtelfinale der US Open. "Dreimal in Folge bei einem Major in das Achtelfinale einzuziehen ist schon etwas besonders für mich", meinte der 29-Jährige, der erstmals in New York die zweite Woche erreichte. Nun wartet heute Nacht mit Roger Federer jener Mann, gegen den der Niederösterreicher im Achtelfinale von Wimbledon in drei Sätzen unterlag.
Auch diesmal ist der Schweizer klarer Favorit. Oder wie es Melzer-Manager Ronnie Leitgeb ausdrückt: "Jürgen bekommt es mit einem Roger in Höchstform zu tun. Er trifft nicht auf den Besten, er trifft - nach den bisherigen Leistungen - auf den mit Abstand Besten. Mein Schützling ist krasser Außenseiter." Bevor der Deutsch-Wagramer auf den Court geht, wird mit Trainer Joakim Nystrom und ihm "noch die Taktik besprochen. Extra studieren mussten wir Roger nicht, über ihn wissen wir alles".
Chance sehr gering
Obwohl die Chance sehr klein ist, glauben alle an sie. "Zwei Dinge sind ganz besonders wichtig - eine sehr solide Arbeit in der Defensive und ein aggressives Spiel nach vorne", meinte Leitgeb, der einen ganz besonderen Knackpunkt sieht: "Das Verhalten von Melzer bei der Defensivarbeit wird die Partie entscheiden, denn Roger übt sicher vom ersten Schlag an Druck auf Jürgen aus." Ein weiterer Punkt für den Manager ist der Aufschlag seines Schützlings: "Unser Ziel ist es, schon im ersten Satz das Tiebreak zu erreichen. Da entscheidet dann das Momentum."
Noch ein Vorteil spricht für den Schweizer: das Arthur Ashe Stadion. Der 23.000 Zuschauer fassende Platz ist das "Wohnzimmer" von Federer. "Er spielt jede Partie dort, Jürgen tritt erstmals in dieser riesigen Arena an", weiß Leitgeb, "dazu sind die Beläge auf allen Courts unterschiedlich schnell. Melzer spielte zuletzt auf dem Grandstand. Der Platz ist langsamer als der Centre Court." Bevor das alles wieder das Leben von Österreichs Nummer eins bestimmt, schaltete er gestern bei einem Spaziergang mit Herzblatt Mirna Jukic im Centralpark ab. "Er braucht seine Freizeit zum Gehirnlüften, um 17 Uhr gab es dann ein regeneratives Training mit Nyström", verriet Leitgeb.
Kann mithalten
Jürgen freut sich auf das Duell mit dem fünffachen US-Open-Gewinner: "Ich habe nichts zu befürchten, fühle mich toll, habe den Ball super am Schläger und kann, glaube ich, auch mit ihm mithalten. Ich glaube eigentlich dran, dass ich schon auch meine Chancen haben werde." Insgesamt bekommt er es heute zum zehnten Mal in diesem Jahr mit einem Top-Ten-Spieler zu tun.
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Der Center Court bei NachtFoto © GEPA

















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