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Zuletzt aktualisiert: 02.09.2010 um 21:20 UhrKommentare

Nahost-Gespräche: Hoffnung, mit Skepsis gepaart

Das erste Ziel der Nahostgespräche wurde erreicht: Israelis und Palästinenser haben beschlossen, weiter zu reden. Das nächste Treffen soll am 14. und 15. September im Nahen Osten stattfinden.

Hillary Rodham Clinton, Benjamin Netanyahu, Mahmoud Abbas

Foto © APA Hillary Rodham Clinton, Benjamin Netanyahu, Mahmoud Abbas

Der erste Tag der direkten Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern seit fast zwei Jahren war erwartungsgemäß von Höflichkeiten und den Beteuerungen geprägt, Frieden schließen zu wollen. Dennoch ließen beide Seiten, Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Präsident Mahmoud Abbas ihre Skepsis durchblicken. "Das wird nicht einfach", sagte Netanyahu. "Einen dauerhaften Frieden wird es nur bei gegenseitigen und schmerzlichen Zugeständnissen geben."

Ob er damit die Verlängerung des Stopps des Siedlungsausbaus über den 26. September hinaus meinte, ist nicht klar. Aber gerade solch ein Ausbaustopp ist für die Palästinenser die Voraussetzung, um an den Friedensgesprächen weiterhin teilzunehmen. Selbst wenn dies geschehen sollte, bleibt die Frage, was mit den derzeit etwa 300.000 Siedlern im Westjordanland geschehen solle. Es liegt der Vorschlag eines Landtausches mit den Palästinensern auf dem Tisch. Wenn dieser tatsächlich umgesetzt werden sollte, könnten 80 Prozent der Siedler Israel einverleibt werden. Bleibt immer noch der Rest von 60.000 Siedlern. Zum Vergleich: Um im August 2005 rund 8100 jüdische Siedler aus dem Gazastreifen zu bekommen, wurden nicht weniger als 55.000 Soldaten eingesetzt.

Nur vorsichtig optimistisch, dass in den nächsten zwölf Monaten eine Friedenslösung erreicht werden könne, zu der die Bildung eines palästinensischen Staates gehören sollte, äußerte sich auch US-Präsident Barack Obama.

Nächstes Treffen am 14. und 15. September

Das nächste Treffen soll am 14. und 15. September im Nahen Osten stattfinden. Anschließend soll es alle zwei Wochen eine Zusammenkunft geben.

Unterdessen kündigte die radikal-islamische Hamas neue Anschläge gegen Israel an. Und zwar als "eine Reaktion auf die israelischen Verbrechen".


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