Abbas droht mit Gesprächs-Aus
Der palästinensische Präsident Abbas hat mit einem Abbruch der gerade wiederaufgenommenen Friedensgespräche mit Israel gedroht. Grund dafür: Die Isralis sind nicht bereit, den Siedlungsbau zu stoppen.

Foto © APAMahmoud Abbas
Abbas forderte am Wochenende erneut einen Stopp des israelischen Siedlungsbaus. Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayyad dämpfte am Wochenende die Erwartungen an die Gespräche. Ein Scheitern der Verhandlungen sei wahrscheinlicher als ein Erfolg, sagte Fayyad.
Einer der umstrittensten Punkte bei den Gesprächen ist die israelische Siedlungspolitik. Ein von der Regierung verhängter vorläufiger Baustopp läuft am 26. September aus. Abbas bekräftigte am Samstag, er werde die Verhandlungen abbrechen, falls Israel das Moratorium nicht verlängere. Der israelische Ministerpräsident Netanyahu hat diesbezüglich noch keine Entscheidung verkündet. In einer Kabinettssitzung am Sonntag sagte er, es seien kreative Lösungen gefragt, um den Gesprächen zu einem Erfolg zu verhelfen.
Netanyahu berichtete den Ministern während der wöchentlichen Kabinettssitzung über sein Gespräch mit Abbas am vergangenen Donnerstag in Washington. Er hoffe auf einen direkten, fortwährenden und glaubwürdigen Kontakt mit Abbas, der für eine Friedensregelung zwischen beiden Völkern unabdinglich sei, sagte der Regierungschef nach Angaben seines Büros. Die nächste Verhandlungsrunde der Beiden ist für den 14. und 15. September im ägyptischen Sharm el Sheikh geplant. Teams beider Seiten wollen in dieser Woche zusammenkommen, um das Spitzentreffen vorzubereiten.
In der Nacht zum Sonntag hat Israels Luftwaffe erneut Ziele im Gazastreifen bombardiert und nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte bei drei Angriffen mindestens zwei Palästinenser getötet und drei weitere verletzt. Die israelische Armee sprach von einer Reaktion auf einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen auf Israel wenige Stunden zuvor sowie auf mehrere Anschläge gegen Israelis im Westjordanland.











